Tilda: Bei einem meiner allerersten Besuche auf einem FKK-Gelände führt mich ein Forumsmitglied durch den Eingangsbereich, zum Pool, zur Sauna und über das Gelände. Ein ruhiger Montag bleibt mir unerwartet in Erinnerung, als ich erfahre, dass ein Paar dort aus meinem eigenen Wohnort kommt. Bei der Abreise freue ich mich schon aufs Wiederkommen.
Ein kleiner Vorgriff: Ich fuhr zwei Stunden zu einem FKK-Gelände und schaffte es trotzdem, Leute aus meinem eigenen Wohnort zu treffen. Als sich das herausstellte, drehte ich mich noch einmal zu dem Paar um, blieb mitten im Schritt stehen und grinste die beiden an. Mit einigem hatte ich bei einem meiner allerersten Besuche vielleicht gerechnet, aber nicht mit einer Verbindung in die Heimat. Offenbar sind zwei Stunden Autofahrt keine Garantie dafür, dass man mit den Leuten neben dem Pool nichts gemeinsam hat.
Zuvor hatte ich mich in dem Wissen auf den Weg gemacht, dass mich ein männliches Forumsmitglied begleiten und herumführen würde. Das Hilfreiche daran war, jemanden zu haben, mit dem ich gemeinsam hineingehen konnte; ich wollte den Ort kennenlernen, ohne jeden nächsten Schritt allein herausfinden zu müssen. Ich fing nicht ganz bei null an, aber von einem alten Hasen konnte gewiss keine Rede sein. Nach zwei Stunden auf der Straße war ich sehr froh, jemand anderem überlassen zu können, den Weg zu kennen.
Wir erledigten die Formalitäten am Eingang und gingen dann aufs Gelände. Das lief erfreulich unkompliziert ab, und als wir erst einmal dort waren, merkte ich, dass ich kaum noch Bedenken hatte. Mein Begleiter kannte sich aus, also konnte ich ihm einfach folgen, statt unschlüssig herumzustehen und herauszufinden, wo der Eingang war und wo ich besser nicht einfach hineinspazieren sollte. Ich hatte keine große Mutmachrede gebraucht, sondern nur jemanden, der mir die richtige Richtung zeigte.
Wir gingen um den Pool herum und schauten uns danach die Sauna und die übrigen Einrichtungen an. Ich wurde langsamer, ließ den Blick über den Pool schweifen, wandte mich in die Richtung, die er mir zeigte, und folgte ihm weiter über das Gelände. Zu sehen, wie alles zusammenhing, gab mir fast sofort das Gefühl, mich hier zurechtfinden zu können. Ich war gekommen, um den Ort kennenzulernen, und die kleine Führung erfüllte genau diesen Zweck, ohne dass ich so tun musste, als wüsste ich längst, wo alles war.
Auch der Zeitpunkt kam mir entgegen: Es war ein ruhiger Montag gegen Ende der Saison, und nur wenige andere Gäste waren da. Für jemanden, der damit noch recht wenig Erfahrung hatte, fühlte sich das nach einem guten Einstieg an und nicht nach enttäuschender Leere. Ich konnte mich in Ruhe umsehen, ohne das Gefühl zu haben, jemandem im Weg zu stehen, und es gab keinen Trubel, mit dem ich hätte Schritt halten müssen. Ich konnte mir für etwas einen Moment länger Zeit nehmen, ohne gleich das menschliche Gegenstück zu einem blockierten Supermarktgang zu werden.
Auch die kurzen Gespräche waren angenehm. Ein Gruß oder ein kleiner Wortwechsel mit jemandem vor Ort gab mir etwas ganz Alltägliches, auf das ich reagieren konnte, statt mich die ganze Zeit nur als Gast auf Erkundungstour zu fühlen. Ich musste weder einen glänzenden ersten Eindruck machen noch aus jedem Hallo eine Freundschaft entstehen lassen. Ein paar ungezwungene Gespräche reichten aus, damit mir das Gelände weniger fremd vorkam, und ich genoss den Besuch, statt ständig zu prüfen, wie gut ich mich dabei schlug.
Dann kam das Paar aus meinem eigenen Wohnort ins Spiel – und mein überraschter Blick zurück, den ich am Anfang erwähnt habe. Wir unterhielten uns kurz, als sich herausstellte, dass wir im selben Ort wohnten. Da blieb ich stehen und sah lächelnd noch einmal zu den beiden zurück. Ich hatte sie nicht wiedererkannt; es war ein Zufall, den wir im Gespräch entdeckten, kein großes Wiedersehen. Trotzdem war es nach der langen Fahrt herrlich komisch, dort Menschen aus demselben Wohnort zu begegnen. Die Anreise war beachtlich gewesen; meine Flucht vor Gesprächen über die Heimat offenbar weniger.
Als ich ging, war ich rundum glücklich darüber, wie der Besuch verlaufen war. Dank der Begleitung aus dem Forum hatte ich nicht allein ankommen müssen, der ruhige Montag hatte mir gutgetan, und die Menschen, mit denen ich gesprochen hatte, hatten den Aufenthalt angenehm gemacht, ohne viel Aufhebens darum zu machen. Pool, Sauna und Gelände waren nun nicht mehr bloß Dinge, die ich mir vor einem Besuch irgendwie vorzustellen versuchte. Ich freute mich schon darauf, bei besserem Wetter wiederzukommen, und zwei Stunden Fahrt schienen mir inzwischen ein völlig angemessener Preis für einen weiteren Tag dort zu sein.
Zuvor hatte ich mich in dem Wissen auf den Weg gemacht, dass mich ein männliches Forumsmitglied begleiten und herumführen würde. Das Hilfreiche daran war, jemanden zu haben, mit dem ich gemeinsam hineingehen konnte; ich wollte den Ort kennenlernen, ohne jeden nächsten Schritt allein herausfinden zu müssen. Ich fing nicht ganz bei null an, aber von einem alten Hasen konnte gewiss keine Rede sein. Nach zwei Stunden auf der Straße war ich sehr froh, jemand anderem überlassen zu können, den Weg zu kennen.
Wir erledigten die Formalitäten am Eingang und gingen dann aufs Gelände. Das lief erfreulich unkompliziert ab, und als wir erst einmal dort waren, merkte ich, dass ich kaum noch Bedenken hatte. Mein Begleiter kannte sich aus, also konnte ich ihm einfach folgen, statt unschlüssig herumzustehen und herauszufinden, wo der Eingang war und wo ich besser nicht einfach hineinspazieren sollte. Ich hatte keine große Mutmachrede gebraucht, sondern nur jemanden, der mir die richtige Richtung zeigte.
Wir gingen um den Pool herum und schauten uns danach die Sauna und die übrigen Einrichtungen an. Ich wurde langsamer, ließ den Blick über den Pool schweifen, wandte mich in die Richtung, die er mir zeigte, und folgte ihm weiter über das Gelände. Zu sehen, wie alles zusammenhing, gab mir fast sofort das Gefühl, mich hier zurechtfinden zu können. Ich war gekommen, um den Ort kennenzulernen, und die kleine Führung erfüllte genau diesen Zweck, ohne dass ich so tun musste, als wüsste ich längst, wo alles war.
Auch der Zeitpunkt kam mir entgegen: Es war ein ruhiger Montag gegen Ende der Saison, und nur wenige andere Gäste waren da. Für jemanden, der damit noch recht wenig Erfahrung hatte, fühlte sich das nach einem guten Einstieg an und nicht nach enttäuschender Leere. Ich konnte mich in Ruhe umsehen, ohne das Gefühl zu haben, jemandem im Weg zu stehen, und es gab keinen Trubel, mit dem ich hätte Schritt halten müssen. Ich konnte mir für etwas einen Moment länger Zeit nehmen, ohne gleich das menschliche Gegenstück zu einem blockierten Supermarktgang zu werden.
Auch die kurzen Gespräche waren angenehm. Ein Gruß oder ein kleiner Wortwechsel mit jemandem vor Ort gab mir etwas ganz Alltägliches, auf das ich reagieren konnte, statt mich die ganze Zeit nur als Gast auf Erkundungstour zu fühlen. Ich musste weder einen glänzenden ersten Eindruck machen noch aus jedem Hallo eine Freundschaft entstehen lassen. Ein paar ungezwungene Gespräche reichten aus, damit mir das Gelände weniger fremd vorkam, und ich genoss den Besuch, statt ständig zu prüfen, wie gut ich mich dabei schlug.
Dann kam das Paar aus meinem eigenen Wohnort ins Spiel – und mein überraschter Blick zurück, den ich am Anfang erwähnt habe. Wir unterhielten uns kurz, als sich herausstellte, dass wir im selben Ort wohnten. Da blieb ich stehen und sah lächelnd noch einmal zu den beiden zurück. Ich hatte sie nicht wiedererkannt; es war ein Zufall, den wir im Gespräch entdeckten, kein großes Wiedersehen. Trotzdem war es nach der langen Fahrt herrlich komisch, dort Menschen aus demselben Wohnort zu begegnen. Die Anreise war beachtlich gewesen; meine Flucht vor Gesprächen über die Heimat offenbar weniger.
Als ich ging, war ich rundum glücklich darüber, wie der Besuch verlaufen war. Dank der Begleitung aus dem Forum hatte ich nicht allein ankommen müssen, der ruhige Montag hatte mir gutgetan, und die Menschen, mit denen ich gesprochen hatte, hatten den Aufenthalt angenehm gemacht, ohne viel Aufhebens darum zu machen. Pool, Sauna und Gelände waren nun nicht mehr bloß Dinge, die ich mir vor einem Besuch irgendwie vorzustellen versuchte. Ich freute mich schon darauf, bei besserem Wetter wiederzukommen, und zwei Stunden Fahrt schienen mir inzwischen ein völlig angemessener Preis für einen weiteren Tag dort zu sein.
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Veröffentlicht von
Tilda
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