Eleanor: Nach dem Sonnenaufgang wachte ich an einem FKK-Strand auf und wollte meine Freundin im Meer warnen – bis ich sah, dass sie längst nackt schwamm.
Ich wedelte mit beiden Armen in Richtung einer Frau im Meer, um sie vor dem FKK-Strand zu warnen, als sie einfach zurückwinkte, als hätte ich besseren Kundenservice angefordert. Alle um mich herum wirkten völlig entspannt – außer mir. Das war mein erster Vormittag mit Naturismus, und um zu erklären, wie gründlich ich die Situation missverstanden hatte, muss ich kurz zu einer Urlaubsprämie zurückspulen.
Ein erfolgreicher Geschäftsabschluss, an dem ich mitgewirkt hatte, brachte mir eine unerwartete Belohnung ein: einen Aufenthalt in einem Ferienresort am Meer. Ich packte meinen Koffer mit der Selbstsicherheit von jemandem, der glaubt, das Packen sei bereits der komplizierte Teil. Im Resort freundete ich mich mit einer anderen Frau an. Wir unterhielten uns in unserem gleichermaßen begrenzten Englisch und überbrückten jede Lücke mit Gesten. Wir waren beide erwachsen, aber gemessen daran, wie viel Spaß wir daran hatten, uns gegenseitig zum Lachen zu bringen, hatte keine von uns besonders viel Würde im Gepäck.
Nach einer langen durchtanzten Nacht schlug ich vor, den Sonnenaufgang anzusehen, und die Idee gefiel ihr so gut, dass sie einfach mit mir weiterlief. Den richtigen Küstenabschnitt zu finden, dauerte aus irgendeinem Grund vier Stunden; offenbar erforderte Romantik eine äußerst gründliche Ortsbegehung. Schließlich ließen wir uns jenseits der belebten Resortstrände nieder und sahen zu, wie sich die Sonne über das Wasser hob. Ihre Schulter lehnte an meiner, keine von uns rückte weg, und dann schliefen wir beide auf unseren Handtüchern ein.
Als ich aufwachte, fühlte ich mich, als hätte mich jemand unter einem Grill vergessen. Ihre Sachen lagen neben mir, aber sie war draußen im Wasser, also setzte ich mich mit dem dringenden Bedürfnis auf, ebenfalls ins kühle Nass zu kommen. Zwischen meinem Handtuch und dem Meer standen mehrere völlig nackte Sonnenbadende. Ich hielt mitten im Aufstehen inne, weil mein Gehirn einen zweiten Blick brauchte, bevor es diese Information akzeptieren konnte.
Meine erste Theorie lautete, dass ich das Opfer eines aufwendigen Urlaubsscherzes geworden war. Dann drehte ich mich um und sah hinter mir noch mehr Menschen friedlich in der Sonne liegen, was mir für einen bloßen Streich doch nach einem unverhältnismäßig hohen Personalbudget aussah. Ein Paar bemerkte mein wiederholtes Kopfkreisen und lächelte; einer der beiden machte eine entspannte, einladende Geste in Richtung Strand. Niemand kam auf mich zu oder drängte mich zu etwas, aber ich fühlte mich trotzdem wie die Einzige, die eine wichtige Durchsage verpasst hatte.
Dann entdeckte ich meine Begleiterin, die auf das Ufer zuschwamm, und beschloss, dass sie dringend über meinen Wissensstand informiert werden musste. Ich sprang auf, eilte zum nassen Sand und schlug beide Arme seitlich durch die Luft; sie antwortete mit einem fröhlichen Winken und trat vergnügt durch eine kleine Gischtfontäne. Als sie im flachen Wasser stand, wurde mir klar, dass auch sie nackt war, und meine Warngeste erstarb mitten in der Luft. Sie fing meinen Gesichtsausdruck auf, lachte leise und bot mir ihren Arm an, den ich auf dem Rückweg zu unseren Handtüchern dankbar nahm.
An unserem Platz angekommen, warf sie einen Blick auf meine Kleidung und fragte, ob ich vorhätte, sie zum Sonnenbaden anzubehalten. Darin lag keine Herausforderung, nur reine Neugier, was meine gesamte Notfallreaktion irgendwie noch komischer machte. Ich sah mich um, atmete tief durch und beschloss, es lieber selbst auszuprobieren, statt den Vormittag damit zu verbringen, über mein Outfit zu wachen. Auf meinem Handtuch zog ich mich aus, faltete alles mit völlig unnötiger Präzision zusammen und folgte ihr ins Wasser.
Das erste Schwimmen tat meinen Nerven besser, als es jede Erklärung je gekonnt hätte. Ich stieß mich vom flachen Wasser ab, drehte mich zu ihr um und sah, dass sie mich einfach anlächelte, statt auf die nächste kleine Aufführung zu warten. Später lagen wir in der Sonne, unterhielten uns in gebrochenem Englisch und doch rundum glücklich und griffen ab und zu nach der Hand der anderen. Der Strand war so normal und unaufgeregt, dass meinem eingebildeten Skandal still und leise der Stoff ausging.
Schließlich erklärte sie mir, dass sie schon früher an FKK-Stränden gewesen war und dass ganze Ferienanlagen nach diesem Prinzip funktionierten. Unsere letzten beiden Urlaubstage verbrachten wir genau an diesem Strandabschnitt – wobei mein Auftritt deutlich weniger dramatisch ausfiel und ich viel rechtzeitiger an die Sonnencreme dachte. Wieder zu Hause begann ich nach Orten zu suchen, an denen ich nackt schwimmen konnte, ohne jemanden zu stören oder gegen Regeln zu verstoßen. Meine erste praktische Frage war, ob dort auch Neulinge willkommen sind – was sich nach einem echten Fortschritt anfühlte, verglichen mit der Annahme, der gesamte Strand hätte sich zu einem Streich gegen mich verschworen.
Ein erfolgreicher Geschäftsabschluss, an dem ich mitgewirkt hatte, brachte mir eine unerwartete Belohnung ein: einen Aufenthalt in einem Ferienresort am Meer. Ich packte meinen Koffer mit der Selbstsicherheit von jemandem, der glaubt, das Packen sei bereits der komplizierte Teil. Im Resort freundete ich mich mit einer anderen Frau an. Wir unterhielten uns in unserem gleichermaßen begrenzten Englisch und überbrückten jede Lücke mit Gesten. Wir waren beide erwachsen, aber gemessen daran, wie viel Spaß wir daran hatten, uns gegenseitig zum Lachen zu bringen, hatte keine von uns besonders viel Würde im Gepäck.
Nach einer langen durchtanzten Nacht schlug ich vor, den Sonnenaufgang anzusehen, und die Idee gefiel ihr so gut, dass sie einfach mit mir weiterlief. Den richtigen Küstenabschnitt zu finden, dauerte aus irgendeinem Grund vier Stunden; offenbar erforderte Romantik eine äußerst gründliche Ortsbegehung. Schließlich ließen wir uns jenseits der belebten Resortstrände nieder und sahen zu, wie sich die Sonne über das Wasser hob. Ihre Schulter lehnte an meiner, keine von uns rückte weg, und dann schliefen wir beide auf unseren Handtüchern ein.
Als ich aufwachte, fühlte ich mich, als hätte mich jemand unter einem Grill vergessen. Ihre Sachen lagen neben mir, aber sie war draußen im Wasser, also setzte ich mich mit dem dringenden Bedürfnis auf, ebenfalls ins kühle Nass zu kommen. Zwischen meinem Handtuch und dem Meer standen mehrere völlig nackte Sonnenbadende. Ich hielt mitten im Aufstehen inne, weil mein Gehirn einen zweiten Blick brauchte, bevor es diese Information akzeptieren konnte.
Meine erste Theorie lautete, dass ich das Opfer eines aufwendigen Urlaubsscherzes geworden war. Dann drehte ich mich um und sah hinter mir noch mehr Menschen friedlich in der Sonne liegen, was mir für einen bloßen Streich doch nach einem unverhältnismäßig hohen Personalbudget aussah. Ein Paar bemerkte mein wiederholtes Kopfkreisen und lächelte; einer der beiden machte eine entspannte, einladende Geste in Richtung Strand. Niemand kam auf mich zu oder drängte mich zu etwas, aber ich fühlte mich trotzdem wie die Einzige, die eine wichtige Durchsage verpasst hatte.
Dann entdeckte ich meine Begleiterin, die auf das Ufer zuschwamm, und beschloss, dass sie dringend über meinen Wissensstand informiert werden musste. Ich sprang auf, eilte zum nassen Sand und schlug beide Arme seitlich durch die Luft; sie antwortete mit einem fröhlichen Winken und trat vergnügt durch eine kleine Gischtfontäne. Als sie im flachen Wasser stand, wurde mir klar, dass auch sie nackt war, und meine Warngeste erstarb mitten in der Luft. Sie fing meinen Gesichtsausdruck auf, lachte leise und bot mir ihren Arm an, den ich auf dem Rückweg zu unseren Handtüchern dankbar nahm.
An unserem Platz angekommen, warf sie einen Blick auf meine Kleidung und fragte, ob ich vorhätte, sie zum Sonnenbaden anzubehalten. Darin lag keine Herausforderung, nur reine Neugier, was meine gesamte Notfallreaktion irgendwie noch komischer machte. Ich sah mich um, atmete tief durch und beschloss, es lieber selbst auszuprobieren, statt den Vormittag damit zu verbringen, über mein Outfit zu wachen. Auf meinem Handtuch zog ich mich aus, faltete alles mit völlig unnötiger Präzision zusammen und folgte ihr ins Wasser.
Das erste Schwimmen tat meinen Nerven besser, als es jede Erklärung je gekonnt hätte. Ich stieß mich vom flachen Wasser ab, drehte mich zu ihr um und sah, dass sie mich einfach anlächelte, statt auf die nächste kleine Aufführung zu warten. Später lagen wir in der Sonne, unterhielten uns in gebrochenem Englisch und doch rundum glücklich und griffen ab und zu nach der Hand der anderen. Der Strand war so normal und unaufgeregt, dass meinem eingebildeten Skandal still und leise der Stoff ausging.
Schließlich erklärte sie mir, dass sie schon früher an FKK-Stränden gewesen war und dass ganze Ferienanlagen nach diesem Prinzip funktionierten. Unsere letzten beiden Urlaubstage verbrachten wir genau an diesem Strandabschnitt – wobei mein Auftritt deutlich weniger dramatisch ausfiel und ich viel rechtzeitiger an die Sonnencreme dachte. Wieder zu Hause begann ich nach Orten zu suchen, an denen ich nackt schwimmen konnte, ohne jemanden zu stören oder gegen Regeln zu verstoßen. Meine erste praktische Frage war, ob dort auch Neulinge willkommen sind – was sich nach einem echten Fortschritt anfühlte, verglichen mit der Annahme, der gesamte Strand hätte sich zu einem Streich gegen mich verschworen.
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Veröffentlicht von
Eleanor
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