Mein Name ist Diana. Elizabeth ist meine beste Freundin seit der Schulzeit. Wir sind beide 35, kommen aus Großbritannien, und ehrlich gesagt sind wir längst solche Frauen geworden, die bei einem Glas Wein öfter über das Fitnessstudio reden, als wirklich hinzugehen.Wir konnten so viel über uns selbst scherzen, wie wir wollten, aber tief im Inneren waren wir beide viel zu kritisch mit unseren Körpern. Ein weicher Bauch, Hüften, ein Glas zu viel, ein zu spätes Abendessen — all das bemerkten wir schneller als unsere eigene Attraktivität.
Nach Dubrovnik fuhren wir einfach, um zu entkommen. Wir wollten Sonne, Meer, schöne Straßen und das Gefühl, dass uns niemand kennt. Kroatien traf uns sofort: heißer Stein, klares Wasser, salzige Luft, leichte Kleider, die nach langen Spaziergängen an der Haut klebten. Alles um uns herum schien uns dazu zu drängen, ein wenig mutiger zu werden.
Eines Tages kamen wir in einer kleinen Bar am Wasser mit einem Einheimischen ins Gespräch. Er war gebräunt, lächelnd, entspannt — einer dieser Männer, die wirken, als seien sie am Meer geboren worden. Wir fragten ihn, wo es einen Strand ohne Touristenmassen gebe. Er erzählte uns von einer Felsenbucht: Steine direkt am Wasser, eine Metallleiter im Fels, tiefes klares Meer.
Dann fügte er hinzu:
„Dort sonnen sich die Leute oft ohne Kleidung.“
Elizabeth und ich sahen uns an und lachten sofort. So lachen Frauen, wenn sie so tun, als seien sie überhaupt nicht interessiert, obwohl innerlich schon etwas aufgeleuchtet ist. Ich sah ihre Augen. Sie sah meine.
Am nächsten Tag gingen wir dorthin.
Die Bucht war fast unverschämt schön. Große heiße Felsen, blaues Meer, eine Metallleiter, die direkt ins Wasser führte. Ein paar Menschen lagen auf Handtüchern. Manche waren nackt, manche stiegen ins Meer, manche saßen einfach am Rand der Felsen und unterhielten sich. Und das Merkwürdigste war: Niemand wirkte verlegen.
Wir standen in unseren Badeanzügen da und taten so, als würden wir nur einen Platz suchen.
Innerlich zitterte ich.
Das Unerwartetste war, dass ich mich nicht so sehr vor Fremden schämte wie vor Elizabeth. Wir kannten uns unser ganzes Leben: müde, betrunken, ungeschminkt, nach Trennungen und schlechten Tagen. Aber mich vor ihr vollständig auszuziehen fühlte sich anders an. Zu ehrlich. Zu nah.
Sie war ebenfalls nervös. Sie zupfte an ihrem Badeanzug, machte zu laute Witze und sah immer wieder zu den anderen Frauen, die ruhig ohne Kleidung in der Sonne lagen.
Wir breiteten unsere Handtücher auf einem flachen Felsen aus und legten uns in unseren Badeanzügen hin. Etwa zehn Minuten lang sagten wir nichts. Das Meer rauschte unter uns, die Sonne wärmte unsere Haut, und in der Nähe stieg jemand ganz selbstverständlich völlig nackt die Leiter ins Wasser hinab.
Plötzlich begann unsere Angst lächerlich zu wirken.
Ich sagte es als Erste:
„Vielleicht… die Oberteile?“
Elizabeth drehte den Kopf und sah mich an, als hätte ich ihren eigenen Gedanken ausgesprochen.
„Nur zusammen.“
Wir setzten uns auf und lachten beide nervös. Ich spürte, wie mein Gesicht brannte. Wir drehten uns den Rücken zu, obwohl das nichts änderte, und öffneten fast gleichzeitig unsere Bikinioberteile.
Ein leises Klicken.
Eine Pause.
Die Sonne berührte Haut, die sonst immer bedeckt war. Es fühlte sich seltsam an, unbeholfen, heiß — und furchtbar angenehm. Ich legte mich auf den Bauch, aber schon nach einer Minute merkte ich, dass ich mich umdrehen wollte. Nicht, weil ich plötzlich mutig geworden war. Mein Körper wollte einfach Sonne.
Elizabeth drehte sich ebenfalls um. Wir lagen oben ohne nebeneinander und taten so, als sei es völlig normal. Doch zwischen uns vibrierte eine Verlegenheit — heiß, lebendig, fast süß.
Sie flüsterte:
„Gott… warum haben wir das früher nie gemacht?“
Wir lachten, und die Spannung begann zu schmelzen.
Aber der letzte Schritt blieb.
Das Unterteil auszuziehen war viel schwieriger. Lange kreisten wir um diesen Moment: aufstehen, hinsetzen, scherzen, wieder schweigen. Der Badeanzug fühlte sich plötzlich nicht mehr wie Schutz an, sondern wie unnötiger Stoff zwischen Körper und Meer.
Schließlich atmete Elizabeth aus:
„Wenn nicht jetzt, bereuen wir es später.“
Und sie zog alles aus.
Ich tat es fast sofort auch.
Die ersten Sekunden waren wild. Die Luft berührte mich vollständig. Der Stein unter meinen Füßen war heiß. Ich spürte meinen Körper so scharf, als wäre er endlich aufgewacht. Wir standen nackt in der kroatischen Bucht und sahen einander an — schüchtern, überrascht, fast ungläubig.
Dann begannen wir zu lachen.
Nicht nervös, sondern erleichtert. Als hätten wir nicht nur Badeanzüge abgelegt, sondern Jahre voller Komplexe.
Wir waren nicht perfekt. Und plötzlich spielte das keine Rolle. Wir waren erwachsene Frauen: lebendig, weich, echt. Darin lag so viel Kraft und Schönheit, dass mir noch heißer wurde als von der Sonne.
Als ich ohne Badeanzug die Metallleiter ins Meer hinabstieg, stockte mir der Atem. Das Wasser umhüllte meinen ganzen Körper auf einmal. Keine Träger, kein nasser Stoff, kein Bedürfnis, irgendetwas zurechtzuziehen. Ich tauchte unter, kam wieder hoch und lachte so laut, dass Elizabeth nicht widerstehen konnte und mir folgte.
Als sie im Wasser war, veränderte sich ihr Gesicht. Alle Unruhe verschwand. Nur Begeisterung blieb.
„Jetzt verstehe ich es“, sagte sie.
„Was?“
„Warum die Leute immer wieder zurückkommen.“
Danach wollten wir uns nicht mehr anziehen.
Wir lagen auf den Felsen, redeten, tratschten, lachten — wie immer, nur dass zwischen uns keine Wand mehr übrig war. Wir zogen den Bauch nicht mehr ein, suchten keinen günstigen Winkel mehr, bedeckten uns nicht mehr mit Handtüchern. Und aus dieser Ehrlichkeit entstand eine seltsame, warme, fast elektrische Spannung.
Ja, es war sinnlich.
Nicht grob und nicht vulgär. Der Körper fühlte sich einfach lebendig an. Jeder Windstoß, jeder Tropfen Wasser, jeder vorbeiziehende Blick wurde zu einem Funken. Manchmal ging jemand vorbei. Manchmal blieb ein Blick eine Sekunde länger hängen. Und jedes Mal stockte mir kurz das Herz, aber was danach in mir aufstieg, war keine Scham, sondern Aufregung.
Elizabeth und ich sahen uns immer wieder an und lächelten wie Schulmädchen, die etwas Verbotenes getan hatten. Nur hatten wir jetzt keine Angst. Es fühlte sich süß, lustig und unglaublich frei an.
Am Abend kehrten wir gebräunt, entspannt und fast sonnenbetrunken nach Dubrovnik zurück. Im Hotel duschten wir, zogen leichte Kleider an und gingen in eine Bar.
Dort lernten wir zwei gut aussehende Männer kennen. Nichts Vulgäres — Cocktails, Lachen, Komplimente, Blicke, Gespräche ein wenig näher als nötig. Aber ich spürte, dass Elizabeth und ich etwas Neues ausstrahlten. Mehr Mut, mehr Weiblichkeit, mehr von dieser Energie, die man nicht vortäuschen kann.
Einer der Männer fragte:
„Wie war euer Tag?“
Elizabeth sah mich an und lächelte.
„Sehr frei.“
Wir lachten beide. Und ich wusste, dass es die genaueste Antwort war.
In dieser Nacht dachte ich lange darüber nach, dass Sinnlichkeit nicht immer mit fremden Berührungen oder Worten beginnt. Manchmal beginnt sie in dem Moment, in dem du aufhörst, dich vor dir selbst zu verstecken. Du ziehst den Badeanzug aus. Du stehst auf heißem Stein. Du hast Angst. Du läufst nicht weg. Und plötzlich begreifst du, dass dein Körper immer noch begehren, zittern, anziehen und auf einen Blick antworten kann.
Am nächsten Tag gingen wir wieder in diese Bucht.
Und diesmal waren wir kaum noch schüchtern.
Unsere Badeanzüge blieben eher aus Gewohnheit in der Tasche. Wir sonnten uns nackt, schwammen, lachten und sprachen darüber, wie viele Jahre wir mit Selbstkritik verschwendet hatten. Und je mehr wir redeten, desto klarer wurde: Das Problem waren nie unsere Körper. Das Problem war die Angst, gesehen zu werden.
Und nun war diese Angst zu etwas anderem geworden.
Scharf. Süß. Lebendig.
Für mich war Naturismus mehr als Erholung ohne Kleidung. Er war die Erlaubnis, eine Frau ohne Rechtfertigung zu sein. Nicht perfekt, nicht gefiltert, nicht in einem vorteilhaften Badeanzug versteckt. Echt. Mit Verlangen. Mit Haut, die Sonne will. Mit einem Körper, der Wasser liebt. Mit Augen, die sich nicht mehr vor Verlegenheit senken.
Elizabeth und ich erinnern uns noch heute an diese kroatische Bucht als den Ort, an dem wir aufhörten, „zwei Freundinnen zu sein, die sich ein wenig gehen lassen haben“. Wir wurden zu zwei Frauen, die sich wieder lebendig, attraktiv und frei fühlten.
Und ja, wir möchten Menschen kennenlernen, die dieses Gefühl verstehen.
Menschen, für die Nacktheit keine Scham ist, sondern Ehrlichkeit. Keine Vulgarität, sondern Natürlichkeit. Keine Provokation, sondern Freude. Menschen, die schauen können, ohne grob zu sein, sprechen können, ohne Spannung, und die Freiheit des Körpers genauso genießen wie wir.
Wir dachten, wir würden uns voreinander schämen. Aber dort, auf den heißen Felsen am Meer, fühlten wir uns zum ersten Mal wirklich sinnlich.
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